Trojaburg
 
 

Die Bruderschaft der Polaires

René Guenon, französischer Mystiker
Maurice Magre, Katharer-Forscher & Vertrauter Otto Rahns
Buchcover Asia Mysteriosa

(Geheimbünde von der Antike bis zur Gegenwart)

Geheimbünde und esoterische Gesellschaften - bis in die heutige Zeit hinein bestehen solcherart Gesellschaften. Doch sind sie keine Erfindung der Neuzeit, sondern bereits in der Antike haben sich Menschen zusammengefunden um im Verborgenen ihren Zielen oder Passionen zu huldigen. Unsere Reihe beginnt bei einem Geheimbund,  genauer gesagt, einer esoterischen Gesellschaft, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und bis zur Mitte desselben in Erscheinung trat. Sie zählt zu den unbekanntesten ihrer Art und doch zugleich auch zu den interessantesten.
Nach Auskunft des österreichischen Ingenieurs Lambert Binder (1905-1981) waren die Polaires ein okkulter Orden mit Stammsitz in Frankreich dem vor dem Zweiten Weltkrieg 63 Mitglieder angehörten, wobei „in der obersten Leitung noch 9 besonders ausgewählte und befähigte Mitglieder, Martinisten, Kabbalisten, Gnostiker usw. saßen“.  Besonderes Augenmerk legt Binder dabei auf die Zahl 63, die er mit  9 x 7 erklärt, also zwei Ziffern, die in der freimaurerischen Kabbalistik eine Rolle spielen. Einer der wenigen Hinweise auf die geheime Bruderschaft der Polaires findet sich beim französischen Autoren Pierre Geyraud, der in seiner Darstellung geheimer Orden und Sekten in Paris von einer Begegnung mit einem Mitglied der Polaires berichtet, das ihm anvertraute, daß alle Polaraier sich zu gewissen Zeiten des Tages, und zwar um 8, 12 und 21 Uhr bestimmten Gedankenkonzentrationen zu widmen hatten, und daß diese Vereinigung der Gedankenströme aller Polarier eine bedeutende Rolle spielte.  Die Erkennungskarte der Ordensmitglieder trug den Schriftzug:
„HIC ADSUM FRATER TUUS SUB POLI SIGNO. LUTETIAE MILLESIMO NONGENTESIMO ET TRICESIMO ANNO POST J. CH.“ (Der dies vorweist, ist dein Bruder unter dem Zeichen des Pols. Paris im Jahre 1930 n. J. Ch.)
Zu den Mitgliedern der Polaires zählten einige bekannte Forscher und Schriftsteller, darunter die Franzosen Jeanne Canudo, Victor Blanchard, Maurice Magre, Jean Marques-Rivière sowie für eine gewisse Zeit auch René Guenon. Während dieser sich bereits in den 30er Jahren ebenso wie Magre gegen den Nationalsozialismus äußerte, sorgte die Tätigkeit von Marques-Rivière - beauftragt mit der Verfolgung freimaurerischer Aktivitäten im Service des Sociétés Secretès, SSS - und Canudos für die SS im Vichy-Frankreich für den Vorwurf, die Polaires verträten einen „germano-okzitanischen Synkretismus“ (Christian Bernadac) wie er auch von den deutsch-völkischen Orden Germanen-Orden und Thule-Gesellschaft vertreten worden sei.
Oberhaupt des Ordens war der italiener Cesar Accomani, der das Pseudonym Zam Bhotiva führte. Einer Anekdote zufolge soll Bhotiva 1931 mit Hilfe des Londoner Mediums „Grace Cook“ den berühmten englischen Kriminalautoren Sir Arthur Conan Doyle „gechannelt“ haben, der ihm übermittelte, die Polaires seien dazu bestimmt, „die Zukunft der Welt zu formen“ Eine weitere Seance brachte Bhotiva in angeblichen Kontakt mit einem Tibeter, der den verheißungsvollen Namen „Weißer Adler“ trug und verkündete, er selbst – Bhotiva – sei aus Tibet in den Westen gesandt worden, um dort geistig tätig zu sein.
Der Name der Polaires („Die Polaren“) weist indes auf einen alten esoterischen Glauben über die Herkunft der Weisheit hin:
Die Arktis soll der Schauplatz des ersten, des „goldenen“ Zeitalters gewesen sein, so wie nach einem, möglicherweise durch kosmische Katastrophen verursachten Klimawechsel dann das „silberne“ zweite Zeitalter auf der Insel Atlantis begonnen haben soll: Dem Geheimnis des Nordens wäre also das Geheimnis des Westens gefolgt. Die Sprache bewahrt solche Erinnerungen noch sehr lange. Noch im lateinischen Kulturkreis hieß das äußerste nordische Meer, in welchem das Land Thule lag, das „Mare Cronium“, nach Kronos, dem Gott des goldenen Zeitalters. Die Polarier scheinen sich der Herkunft des Mythos und der Verlegung nach Asien gewahr gewesen zu sein und schufen eine geistige Brücke zwischen den magischen Landschaften Tibet und dem Pol.
In einem Bulletin vom 9.6.1930 haben die Polaren ihren Namen selbst so erklärt: „Die Polaren führen ihren Namen darauf zurück, daß zu allen Zeiten der Heilige Berg, das heißt der symbolische Platz der Initiatischen Zentren, von den verschiedenen Traditionen immer als ‚polar‘ qualifiziert worden ist. Und es kann wohl sein, daß dieser Berg wirklich ‚polar‘ im geographischen Sinn des Wortes gewesen ist - wie dies von der borealen Tradition - oder Primordiale Tradition, Quelle aller Traditionen - immer behauptet wurde, die zuallererst ihren Sitz in den hyperboräeischen Regionen hatte.“ (Jean Parvulesco) Diese Erklärung klingt Martin Schwarz zufolge, wie von Guénon geschrieben, allerdings sei sie uns „nur in einer Zitierung des nicht immer glaubwürdigen Jean Parvulesco überliefert, der den „polaren“ Topos auch in seinen phantastisch-esoterischen Romanen immer wieder entfaltet hat.“ (Martin Schwarz)
Innerhalb ihrer okkulten Praxis stand der Polarstern im Mittelpunkt. Es ist eine uralte Lehre der Brahmanen Indiens, daß jeder der großen Rishis, oder Weisen der Vorzeit, einen Stern des „Großen Bären“ bewohnt und daß der Polarstern Sitz ihres Oberhauptes ist (Sédir). Auch das indische „Yogasutra“ (III/28) kennt die Konzentration auf den Polarstern und verheißt als Ergebnis dieser Übung „Kenntnis der Sternbewegungen“, worunter bestimmt nicht die astronomischen Sternläufe gemeint sein können.
Wie der indische Forscher Balghangadar Tilak ausführte, existieren innerhalb ältester vedischer und avestischer, also alter indoarischer Überlieferungen, Berichte über das einstige Paradies Airyana Vaejo, in dem ein König Yima über ein sorgenfreies Land regierte. Durch den Einbruch eines harten Winters mit seinen naturfeindlichen Elementen wäre das Land für den Menschen unbewohnbar geworden und hätte so den Auszug der alten Arier aus dem arktischen Paradies ausgelöst. Für Tilak war dies unzweifelhaft ein Phänomen, das in Zusammenhang mit dem Einbruch einer Eiszeit, bzw. einer Zwischeneiszeit oder eines Kältemaximums stehen mußte  – ein Vorgang, der uns bereits in der Lehre Herman Wirths begegnete, der ebenfalls von Tilak inspiriert wurde.
Wie Julius Evola bemerkte, wurde trotz der lange zurückliegenden Auswanderung der polare Mythos und die Sehnsucht nach dem Polarstern in den Nordmenschen bewahrt:
„Die Lokalisierung des Urzentrums oder des Ursitzes der „olympischen“ Kultur des goldenen Zyklus in einem borealen bzw. nordisch-borealen, heute verschwundenen Land ist ein Motiv, das in den alten Überlieferungen immer wiederkehrt ... . Unter seinen zahlreichen Namen ... hatte der hyperboräische Mittelpunkt die Bezeichnungen Thule, weiße Insel bzw. Insel des Glanzes, „Ursamen der arischen Rasse (airyanem-vaejo), Sonnenland und Land Apollos, Avallon.“
Der Führer der Polaires, Cesar Accomani alias Bhotiva trat anläßlich einer weiteren Begebenheit in das Licht der Geschichte: Anfang der 1930er Jahre soll er selbst im Languedoc nach dem „Schatz der Katharer“ gesucht haben, der für gewöhnlich mit dem Gral in Zusammenhang gebracht wird. Der deutsche „Gralsforscher“ Otto Rahn erwähnt ihn als „Ingenieur, dessen Bekanntschaft er gemacht habe.“ Er suchte zu diesem Zwecke den Kontakt mit einer außergewöhnlichen Dame, die Mitglied der Gnostischen Kirche und dem Blute nach ein Abkömmling der berühmten albigensischen Ketzer-Päpstin Esclarmonde de Foix war. Diese geheimnisvolle Dame, deren Namen streng geheim gehalten wurde, dürfte gleichwohl identisch sein mit jener Gräfin Pujol-Murat, von der Otto Rahn berichtet, daß „ihre Vorfahren bei der Verteidigung der Albigenser-Burg Montségur ihr Leben für die vom Feind überflutete Heimat ließen und welche Hugues de Payens, den Gründer des Templer-Ordens und vor allem die große Esclarmonde de Foix zu ihren Vorfahren zählen darf“. Zam Bhotiva versuchte nun mit Hilfe dieser Dame und seiner „Wünschelrute“ im Ruinengebiet der Burg Montségur den Schatz der Katharer zu heben, den er mit dem Jerusalemer Tempelschatz identifizierte, den die Westgoten einst ins Languedoc gebracht haben sollen. „Nicht um persönliche Vorteile daraus zu ziehen, sondern weil dieser Schatz zu den okkulten Heilstümern der Menschheit zählte. Aber die Wünschelrute schlug nicht aus und so dürfte die alte Tradition richtig sein, daß der Schatz noch vor Erstürmung der Burg von waghalsigen Cathari in abenteuerlicher Kletterei nach den kilometerlangen gefahrenvollen Höhlen von Ornolac in den Pyrenäen geschafft und dort verborgen worden sei“, resümiert Binder diese Episode.
In Reaktion auf seine erfolglose Suche im Languedoc soll jedenfalls Polaires-Vorsitzender Accomani den Orden verlassen haben, der sich fortan mehr esoterischen Fragen widmete – ausgenommen eines Zweiges, der mit deutschen Institutionen zusammenarbeitete:
Eine südfranzösische Zeitung berichtet anläßlich der Polaires-Forschungen über eine Gralssuche, die von einem Deutschen geleitet würde. Otto Rahn, der offensichtlich damit gemeint war, widerspricht in einem Leserbrief: Er hätte mit dieser Suche nichts zu tun. Doch stimmt diese Aussage tatsächlich? Ein im Juni 1934  verfaßter Brief Rahns an einen alten Freund - den französischen Katharer-Forscher Antonin Gadal - regt die Wiederaufnahme der gemeinsamen Arbeit an - und ergänzt: „Sehr ranghohe Mitarbeiter werden uns unterstützen. In erster Linie der Baron Evola.... In Deutschland, in der Schweiz und in Holland ebenso wie in Frankreich haben wir Verbündete.“ Wen meinte Rahn mit „wir“ bzw. „uns“. Bezieht sich der deutsche Forscher damit bloß auf einen losen Verbund von Grals- bzw. Katharerforschern oder hat er eine spezielle Gruppierung im Auge, der er womöglich bereits angehört? Es scheint jedenfalls nicht ausgeschlossen, daß Rahn doch engere Kontakte zu den Polaires unterhielt als nach außen bekannt war und sich vielleicht als Bestandteil dieser Vereinigung begriff. Dazu paßt auch die Unterstützung Evolas, der zwar nicht dem Bund direkt angehörte, sich geistig allerdings auf der Polaires-Linie befand, obgleich er im dritten Band der „Einführung in die Magie“ der römischen Gruppe von UR unter dem Pseudonym „Arvo“ das Orakelsystem der Polaires heftig kritisierte: „Die absolute Mechanizität und Impersonalität der Methode, bei der die Person des die Frage stellenden keinerlei Rolle spielt, führt nur zu einer unter- und nicht überpersönlichen Ebene, insgesamt also ein Beispiel für die materialistische Fehlauffassung des höheren Bewußtseins und der traditionellen Symbolik.“
 Just im Zeitraum der Verfassung des Briefes durch Otto Rahn - 1936 - beginnt sich auch die NS-Regierung für den italienischen Kulturphilosophen zu interessieren. Wenige Jahre später führt Evola mehrere Vortragsreisen in Deutschland durch - mit Unterstützung der SS Heinrich Himmlers. Zwar wird die Unterstützung kurz darauf offiziell beendet - Grund war der nicht blutbezogene Rassebegriff in Evolas Dialektik sowie seine prokatholizistische Romfreundlichkeit - dennoch hielt Himmler den Kontakt aufrecht. Und auch ein anderer Protagonist aus dem Umfeld der Polaires hielt enge Tuchfühlung mit der SS, wobei wiederum Otto Rahn eine besondere Rolle zukam: Die Rede ist von Gaston de Mengel, einem mysteriösen britischen Forscher, dessen Arbeiten von Himmler unterstützt wurden. Übersetzer der Arbeiten ist niemand geringerer als Otto Rahn. Spekulationen zufolge soll Rahn de Mengel auch 1937 nach Finnland begleitet haben. Hier forschte de Mengel nach „schwarzmagischen Kraftzentren“ (siehe dazu Trojaburg 1/2010).
Gaston de Mengel war nach angaben des Autoren Schwarz von 1928 - 1931 Mitarbeiter von „Voile d´Isis“, veröffentlichte ein Buch im Verlag Paul Chacornac und gründete mit Israel (Georges) Monti, einem ehemaligen Sekretär des berühmten Neo-Rosenkreuzers Pèladan und späterem hochgradigem B´nai B´rith-Mitglied, eine Studiengesellschaft für westliche Esoterik. Noch im Jahr 1947 bezeichnet ihn Guénon als „den armen de Mengel, der seinerseits [von Areno Iukanthor, MS] beauftragt war, das Reich Karl des Großen wiederzuerrichten!“ (Brief an René Allar vom 31.12.1947, zitiert nach Martin Schwarz).
Bereits 1929 hatte das Ordenshaupt Bhotiva das Buch „Asia Mysteriosa“ veröffentlicht, versehen mit einem Vorwort von René Guenon, Maurice Magre und Marques-Rivière. Dieses enthielt die Ziele des Ordens, die Geschichte seiner Gründung und eine Sammlung von Orakelsprüchen.  Der bedeutendste dieser Sprüche war das „Orakel der Astralen Kraft“ (auch „Orakel Astraler Energie“).
Dieses stammte von einem weiteren Italiener namens Mario Fille, der 1908 während eines Urlaubs in Bagnaia bei Rom einen Einsiedler mit dem Namen „Vater Julian“ kennenlernte, der ihm einige vergilbte Blätter schenkte, die aus dem Buche der „Wissenschaft vom Leben und Tode“ stammen sollten und „eine sichere Methode der Zukunftserforschung auf arithmetischer Grundlage“ enthalten hätten. Nachdem Fille, anfangs ungläubig, einige Jahre später das Orakel erfolgreich testete versuchte er den alten Einsiedler aufzusuchen, dieser war jedoch verschwunden. Als der Italiener das Orakel erneut befragte, diesmal nach dem Aufenthaltsort des „Vater Julian“, erfuhr er, daß jener wieder in sein Kloster im Himalaya zurückgekehrt sei. „Dieser einfache und bescheidene Einsiedler, der von den Menschen verlacht in einer primitiven Holzhütte in der Umgebung von Rom gehaust hatte, schien also einer der Großen Eingeweihten gewesen zu sein, die in der Verborgenheit das Geschick der Menschheit lenken“, faßt Binder die Geschehnisse zusammen.
Die hier von Binder angesprochenen „Eingeweihten“ begegnen dem Leser auch im Untertitel des Werkes: „Asia Mysteriosa. L´Oracle de Force Astrale comme moyen de communication avec ‚Les Petits Lumières‘ d´Orient, Paris 1929“. Im Vorwort der Schrift heißt es: „Wir haben diese Notizen mit dem Titel „Asia Mysteriosa versehen, denn dies war der Wille der „kleinen Lichter“, mit denen wir uns in Kommunikation befinden, dank des Orakels der Astralen Macht... . Die kleinen Lichter sind die Weisen und Führer der esoterischen Gruppen und Klöster, die sich in Agarthi befinden, und welche von der Tradition und von den Legenden genau in die geheimnisvolle Region Asiens verlegt werden: den Himalaya. dort lebten die Rosenkreuzer, die Weisheitsritter, die Initiierten des großen Rades, die Europa dereinst verlassen mußten und nach Tibet flüchteten.“
Während René Guenon 1929 noch ein Vorwort verfaßt hatte und den Polaires nahesstand, äußert er sich in einer Besprechung der ersten Nummer des „Bulletin des Polaires“ vom Mai 1930, die in „Voile d´Isis“ im Februar 1931 erschienen ist, überuas kritisch zum Polaires-Orakel: „Wenn dies das Ergebnis der Kommunikation mit den ‚Großen Initiierten‘ im Himalaya oder anderswo, ist, ist das äußerst kümmerlich.“ „(...) die Regeln, diktiert von der ‚Methode‘ beinhalten unglaubliche Kindereien. (...) wir werden nicht überrascht sein, wenn all dies im Abstieg zu dem vulgärsten Spiritismus enden wird. Wir bedauern daß einige der traditionellen Ideen, die wir in ‚Der König der Welt‘ dargelegt haben, in diese Affaire gemengt worden sind (...)“ (zitiert nach Feydel, bei Martin Schwarz)

Neben Agarthi wird indes auch Shambhala im Buch genannt: „Shambhala ist nach zentralasiatischer Tradition eine heilige Stadt, die in sehr alten Zeiten verschwand und dann unterirdisch weiterexistierte; einige nehmen an, daß es sich um eine Stadt handelt, die unter der Wüste Gobi eingegraben wurde, während andere wissen wollen, daß sie in Sibirien liegt. In Wirklichkeit soll Shambhala im Hohen Norden zu suchen sein, und die Verbindung, die man unter diesem Aspekt mit anderen Traditionen machen kann, erlaubt es, Shambhala mit dem hyperboräischen Tula (Thule) gleichzustellen, dem Ausgangspunkt der ursprünglichen Traditon unseres Manvantara (Zeitalters).“  Unter den „Drei kleinen Lichtern“ (les petits Lumieres) verstehen die Polarier jene verborgenen drei Meister, die von Asien aus die Wiedererrichtung der Brüderschaft der Polarier angeordnet haben.
So unglaublich es westlichen Ohren auch klingen mag, genießt der Glaube an höhere Eingeweihte in Indien, China, Tibet und weiten Teilen Asiens große Beliebtheit. Und auch für die Polarier waren die Eingeweihten real: „Die Meister existieren, sind aber keine Götter. Sie sind lediglich Menschen,errfüllt mit Weisheit.“  In ihnen manifestieren sich drei Aspekte des Königs der Welt, die hier als drei  tibetisch-weiße Götter beschrieben werden, - Gouban, Zourghan und Bourkhan - die auf Erden die Funktion des Panchen Lama, Dalai Lama und Bogdo Khans erfüllen - also die weltliche, geistige und kriegerische Macht.  Der Sitz dieser eingeweihten Meister oder Magi wird als Agarthi oder Shamballah angegeben. Beide Orte sind, wie bereits angesprochen, Synonyme für das ursprünglich polare Urzentrum.
Über den drei Meistern steht des Orakels zufolge jedoch ein Messias der als „der, der da wartet“ bezeichnet wird. Er ist der Gesandte der Asia Mysteriosa und gemäß Binders Angaben, „ein Europäer, der zugleich der oberste Chef der Polarier ist ...“.
„Heute ist er unbekannt und weit fort, aber morgen wird er ein großer sein nach dem Willen der Allerhöchsten. ... Es werden noch viele, viele Monde vergehen, bis ihr den, der da wartet treffen werdet. Dieser höchste spirituelle Kommandant ist ein Avatar und der zukünftige Manu (Gesetzgeber), eine Inkarnation des Sonnen- und Lichtgottes und reitet auf einem weißen Pferd“ - eine genaue Entsprechung des Kalki-Avatars der indischen Mythen, der auch von Miguel Serrano aufgegriffen wurde!

Mehr zum Ursprung der Legende von den eingeweihten Meistern erfahren Sie im nächsten Teil dieser Reihe: „Madame Blavatsky & die Theosophische Gesellschaft“.

Literatur:
Binder, Lambert: Die Brüderschaft der Polarier. In: Mensch und Schicksal, Jg. 4, Nr. 24, Villach 1951
Godwin, Joscelyn: Arktos. Graz 2009
Guenon, René: Der König der Welt (Auszug)
Schwarz, Martin A.: Rezension Wegeners; auf eisernekrone.blogspot.com (inzwischen gelöscht)
Trimondi, V & V.: Hitler, Buddha, Krischna. Wien 2002
Wegener, Franz: Heinrich himmler & der französische Okkultismus. Gladbeck 2007

[Zeitschrift Bestellen]

Otto Rahn vor Wandritzungen im Sabartéz
Bild aus dem Nachlaß Rahns: Zeigt es Cesar Accomani alias Zam Bhotiva?
Heinrich Himmler (mitte) in Quedlinburg: Geheime Verbindungen zu den Polaires
 

© 2013 Parzifal Gestaltung: Druckfahne Medien. Template Idee: ChocoTemplates.com